Nachbau-Akkus LP-E17 von K&F Concept: Canon-Kompatibilität, Kapazität, Ladegerät und worauf zu achten ist.
Der LP-E17 ist ein kleiner Akku. Kleineren Canon-Gehäusen reicht er für eine ordentliche Zahl an Aufnahmen, doch beim ganztägigen Fotografieren oder Filmen ist Reserve willkommen. Das Original von Canon hat 1040 mAh. Dieser Überblick stellt das Set K&F Concept LP-E17 vor: drei Ersatzakkus mit je 1250 mAh und ein Ladegerät, das alle gleichzeitig über USB lädt.
Nachbau-Akkus sind jedoch nicht einfach nur günstigere Kopien. Unterschiede gibt es bei der Akkuanzeige in der Kamera, bei der Garantie und in der Haltung von Canon selbst gegenüber Fremdakkus. Wir zeigen, was das Set laut Hersteller bietet, zu welchen Kameras es passt und wo seine Grenzen liegen.
1 / 6Den LP-E17 nutzt eine breite Palette kleinerer Canon-Gehäuse. K&F Concept nennt Kompatibilität mit EOS R8, R10, R50, R100 und RP, den spiegellosen EOS M3, M5, M6 und M6 Mark II, den Spiegelreflexkameras EOS 77D, 200D, 250D, 750D, 760D, 800D und 850D sowie der Kompaktkamera PowerShot V1.
Canon führt den LP-E17 auch für neuere Modelle wie die EOS R50 V und R8 Mark II. Diese stehen noch nicht auf der Liste von K&F, daher sollten Sie die Kompatibilität vor dem Kauf prüfen. Nicht passend ist das Set für die EOS 2000D und 1300D (Rebel T7 und T6), die einen anderen Akku verwenden, den LP-E10.
2 / 6Laut Canon hat der originale LP-E17 1040 mAh und 7,5 Wh. K&F gibt für seine Akkus 1250 mAh und 9,2 Wh an – auf dem Papier rund ein Fünftel mehr Energie. Die Nennspannung wird leicht unterschiedlich angegeben (Canon 7,2 V, K&F 7,4 V), was unterschiedlichen Konventionen bei zweizelligen Li-Ion-Akkus entspricht.
Es handelt sich um Herstellerangaben, nicht um unsere Messung. Die Nutzerbewertungen auf der Website von K&F fallen gemischt aus: Einige berichten von ähnlicher Laufzeit wie beim Original, andere von kürzerer. Eine Bildanzahl pro Ladung nennt K&F nicht; die tatsächliche Ausdauer hängt zudem von Kamera, Sucher, Stabilisierung und Videonutzung ab.
3 / 6Zum Set gehört ein Ladegerät mit drei Schächten, das alle Akkus gleichzeitig lädt. Es wird über Micro-USB oder USB-C (5 V) versorgt und lässt sich damit an Netzteil, Powerbank, Notebook oder Kfz-Ladegerät betreiben. Das Display zeigt den Status jedes Akkus einzeln an, nach dem Laden wechselt das Gerät in den Erhaltungsmodus.
Der Hersteller gibt rund 4 Stunden für drei Akkus an und empfiehlt für schnelleres Laden ein Netzteil mit 5 V / 2 A. Ein Netzteil liegt nicht bei, nur ein Kabel USB-A / USB-C. Laut einer Antwort in den FAQ des Herstellers sind die K&F-Akkus nicht zum Laden im originalen Canon-Ladegerät gedacht; rechnen Sie also mit dem mitgelieferten.
4 / 6Eine genaue Bildanzahl pro Ladung nennt der Hersteller nicht, und weil der Verbrauch je nach Kamera variiert, schätzen wir sie nicht. Für einen ganztägigen Einsatz, eine Hochzeit oder eine Reise lohnt es sich aber, in Sätzen zu denken: Der Originalakku in der Kamera plus drei Ersatzakkus in der Tasche decken deutlich mehr ab als ein Akku mit einer Reserve.
Der eigentliche Vorteil ist das Nachladen unterwegs. Das USB-Ladegerät lässt sich an eine Powerbank oder im Auto anschließen, und leere Akkus füllen Sie zwischen den Aufnahmeblöcken wieder auf. Beschriften Sie die Akkus, wechseln Sie sie der Reihe nach und legen Sie leere getrennt ab – besonders bei Kameras, die die Restkapazität nicht anzeigen.
5 / 6Laut Hersteller überwachen Akkus und Ladegerät Überladung, Tiefentladung, Überspannung, Überstrom, Kurzschluss und Überhitzung. Das Set trägt die Kennzeichnungen CE, FCC und RoHS. Das sind vernünftige Grundlagen, doch wie bei allen Li-Ion-Akkus gilt die übliche Vorsicht.
Canon warnt ausdrücklich vor gefälschten Akkus ohne ausreichende Schutzschaltungen. K&F gibt seine Akkus allerdings nicht als Original aus, sondern verkauft sie unter eigener Marke als Ersatz. Laden Sie sie auf einer nicht brennbaren Unterlage, lassen Sie sie nicht im heißen Auto liegen und verwenden Sie Akkus mit aufgeblähtem oder beschädigtem Gehäuse nicht weiter.
6 / 6K&F gibt in einem Teil seiner Unterlagen an, dass die Akkus an EOS RP, R8, R10, R50 und der M-Serie funktionieren, die Kamera die Restkapazität aber nicht anzeigt. Mehrere Nutzer bestätigen das und ergänzen, dass sich die Kamera bei leerem Akku ohne Vorwarnung abschaltet. Bei Spiegelreflexkameras wie 77D, 200D oder 800D soll die Anzeige laut K&F funktionieren. Den Überblick über den Ladestand liefert dann vor allem das Display des Ladegeräts.
Canon empfiehlt in seinen Anleitungen nur den originalen LP-E17, und mit einem Fremdakku kann die Kamera einen Kommunikationsfehler melden. Laut Canon-Support sind Reparaturen infolge von Fremdzubehör nicht von der Garantie gedeckt. Zur Lagerung nehmen Sie die Akkus aus der Kamera und lassen Sie sie nicht lange voll geladen liegen.
Das Set ist sinnvoll für Besitzer einer EOS R50, R10, R100, RP, der M-Serie oder einer Spiegelreflexkamera mit LP-E17, die ihren Energievorrat günstig erweitern und unterwegs per USB laden wollen. Wer in der Kamera verlässlich die Restkapazität sehen muss oder keinen Streit um die Canon-Garantie riskieren will, bleibt beim Original.
Was uns am Design gefällt: Drei Akkus mit angegebener Kapazität von 1250 mAh und ein Dreifach-Ladegerät mit Versorgung über USB-C oder Micro-USB.
Was Sie einplanen sollten: An manchen Kameras (u. a. EOS RP, R8, R10, R50 und M-Serie) zeigt die Kamera laut Hersteller die Restkapazität nicht an, und Canon deckt keine Schäden durch Fremdzubehör ab.
Redaktion Syntex. So entstand der Artikel: Redaktioneller Überblick, mit Hilfe von KI erstellt aus Produktunterlagen von K&F Concept, der Produktseite sowie Anleitungen und Support-Seiten von Canon. Wir haben das Produkt nicht physisch getestet oder gemessen; persönliche Erfahrungen nennen wir nur dort, wo wir sie tatsächlich überprüft haben. Die Fotos sind Produktbilder des Herstellers. Produktunterlagen Syntex